Exterior of the Colosseum

Außenansicht des Kolosseums

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Gargi Mallik

·7 min read

Das Kolosseum ist mit seiner Fassade eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt. Das riesige ovale Bauwerk steht seit fast 2000 Jahren in Rom und war einst Schauplatz von Gladiatorenkämpfen und öffentlichen Spektakeln. Jährlich zieht es rund sieben Millionen Touristen an, die seine prachtvolle Fassade und seine historische Bedeutung bewundern.

In diesem Artikel werden Sie das Äußere des Kolosseums untersuchen und dabei sein Design, die verwendeten Materialien und einige seiner einzigartigen Merkmale kennenlernen.

Beim Besuch der Kolosseumfassade sollten Sie die unterschiedlichen Texturen und Farben des antiken Travertins beachten. Diese Muster erzählen Geschichten über den Bau des Kolosseums und zeugen vom Können der römischen Architekten und Baumeister.

Ein Blick auf die technischen Meisterwerke

Das Kolosseum, das seit Jahrhunderten besteht, offenbart mit seiner Außenfassade ein faszinierendes Zusammenspiel von Form und Funktion. Betrachten wir die Bögen und ihre architektonischen Stile genauer:

Form und Design

Amphitheater
Bild: Britannica.com

Anders als traditionelle Rundtheater wurde das Amphitheater in elliptischer Form angelegt. Diese 189 Meter lange und 156 Meter breite Konstruktion ermöglicht den Zuschauern im Sitzbereich eine bessere Sicht. Unabhängig vom Standort im Kolosseum hat jeder einen relativ freien Blick auf die zentrale Arena.

Innovative Materialien

Die Römer waren Meister der Materialwissenschaft. Die Außenfassade des Kolosseums bestand hauptsächlich aus robustem und witterungsbeständigem Travertin. Für einige Abschnitte verwendeten sie auch vulkanische Asche, Tuff genannt, eine leichtere und kostengünstigere Alternative. Durch den strategischen Einsatz dieser Materialien erreichten sie strukturelle Stabilität und Wirtschaftlichkeit.

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Beherrschung der Gewichtsverteilung

Die enormen Ausmaße des Kolosseums stellten eine erhebliche ingenieurtechnische Herausforderung dar – wie konnte das Bauwerk vor dem Einsturz unter seinem eigenen Gewicht bewahrt werden? Die Römer lösten dieses Problem, indem sie das Gewicht geschickt im gesamten Gebäude verteilten.

Die Außenwände wurden an der Basis dicker und verjüngten sich schließlich nach oben. Diese architektonische Vorgehensweise trug dazu bei, das Gewicht nach unten zu verlagern und so die Stabilität über Jahre hinweg zu gewährleisten.

Eine Galerie der Bögen

Das markanteste Merkmal der Fassade ist die Reihe von Bögen, die das Gebäude umgeben. Man erkennt drei Bogenreihen: die unteren dorischen Bögen, die mittleren ionischen Bögen und die oberen korinthischen Bögen.

Jede Ebene präsentiert einen eigenen Architekturstil und spiegelt so die Entwicklung römischer Handwerkskunst über Jahrhunderte wider. Neben ihrer ästhetischen Wirkung sind diese Bögen für die statische Stabilität des massiven Gebäudes unerlässlich.

Anzahl der Statuen

Die Außenfassade des Kolosseums war einst mit zahlreichen Statuen geschmückt, heute erinnern nur noch wenige Stücke an die frühere Pracht. Diese Statuen, die vorwiegend Götter, Kaiser und mythologische Figuren darstellten, zierten die Bögen und Nischen der Amphitheaterfassade.

Die Südfassade des Kolosseums war besonders reich an Skulpturen. Sie zeigte Statuen von Gottheiten wie Mars und Venus sowie von Kaisern und Helden. Viele dieser Statuen wurden im Laufe der Zeit geraubt oder zerstört, sodass nur wenige erhalten blieben.

Die ingenieurtechnische Meisterleistung des Betons

Das Kolosseum ist ein Paradebeispiel für die legendäre Haltbarkeit römischen Betons. Diese geniale Mischung aus Vulkanasche, Kalk und Wasser ergab ein starkes und vielseitiges Material, das in Formen gegossen werden konnte und so komplexe Gebilde wie die Gewölbedecken ermöglichte. Dieser einzigartige Baustoff revolutionierte die römische Architektur und fasziniert noch heute.

Eingangspunkte

Bild: Vinicius A

Die alten Römer nutzten ein ausgeklügeltes System zur Einlasskontrolle für Zehntausende von Zuschauern, das die damalige soziale Hierarchie widerspiegelte. Es gab zwei Arten von Eingängen:

  • Prunkvolle Eingänge: Vier kunstvolle Tore, sogenannte Propyläen, waren der Elite vorbehalten. Diese prunkvollen Eingänge boten exklusiven Zugang für den Kaiser, die kaiserliche Familie und die Vestalinnen.
  • Öffentliche Eingänge: 76 kleinere Eingänge ermöglichten den Zugang für die Öffentlichkeit. Diese effiziente Gestaltung gewährleistete einen reibungslosen Besucherstrom und trug gleichzeitig zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Kolosseum bei.

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Beste Zeit, um das Äußere zu besichtigen

Bild: Jorge Garcia González erabiltzailearen irudiak

Der ideale Zeitpunkt für die Besichtigung der Außenfassade des Kolosseums hängt von Ihren Vorlieben ab. Hier finden Sie eine Übersicht, die Ihnen bei der Wahl des besten Zeitpunkts für Ihren Besuch hilft:

Für optimale Lichtverhältnisse und beste Fotomöglichkeiten:

  • Sonnenaufgang: Das goldene Licht der Morgendämmerung taucht das Kolosseum in ein warmes, fast ätherisches Leuchten. Auch wenn das Kolosseum noch nicht geöffnet ist, bietet der Anblick von außen ein spektakuläres Erlebnis. Nach dem Sonnenaufgang empfiehlt sich eine frühmorgendliche Führung durch das Kolosseum , um das Innere des Monuments zu erkunden.
  • Später Nachmittag (vor Sonnenuntergang) : Die Nachmittagssonne wirft dramatische Schatten auf die Fassade des Kolosseums. Erleben Sie diesen atemberaubenden Moment bei einer Kolosseum-Tour zum Sonnenuntergang. Planen Sie außerdem ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang, um die besten Fotos zu machen.

Um Menschenmassen zu vermeiden:

  • Frühe Morgenstunden: Ein Besuch am frühen Morgen, bevor die meisten Reisegruppen eintreffen, ermöglicht es Ihnen, das Kolosseum mit weniger Menschenmassen zu erleben.
  • Wochentags: An Wochenenden ist es in der Regel sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen voller. Um den Menschenmassen zu entgehen, empfiehlt es sich, Ihren Besuch an einem Wochentag zu planen.

Bei schönem Wetter:

  • Frühling (März-Mai): Im Frühling herrschen angenehme Temperaturen und rund um das Kolosseum blühen Blumen, was Ihren Besuch noch angenehmer macht.
  • Herbst (September-November): Der Herbst bietet angenehmes Wetter und möglicherweise weniger Menschenmassen als die Hochsaison im Sommer.

Hier ein Geheimtipp! Lust auf eine andere Perspektive und weniger Menschen? Dann besuchen Sie den nahegelegenen Parco del Colle Oppio (Oppianischer Hügel). Von dort oben bietet sich ein atemberaubender Panoramablick auf das Monument.

Die Geschichte des Äußeren

Die Geschichte des Äußeren
Bild: commons.wikimedia.org

Der Bau des Monuments (70–80 n. Chr.) begann unter Kaiser Vespasian und wurde von seinem Sohn Titus vollendet. Die Außenfassade dieses prächtigen Amphitheaters war mit drei Reihen von Bögen aus weißem Travertin geschmückt.

Ein verheerender Brand im Jahr 217 n. Chr. beschädigte die Außenfassade des Kolosseums erheblich. Obwohl Reparaturen durchgeführt wurden, wurde die makellose weiße Fassade vermutlich nie wieder vollständig in ihrem ursprünglichen Glanz wiederhergestellt.

Mit dem Niedergang des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert n. Chr. änderte sich der Zweck des Kolosseums. Die Außenfassade wurde nicht mehr sorgfältig instand gehalten und begann zu verfallen. Auch Erdbeben, insbesondere in den Jahren 847 und 1231 n. Chr., fügten dem Bauwerk Schaden zu und führten zum Einsturz bedeutender Teile.

Im Mittelalter (6.–14. Jahrhundert n. Chr.) wurde das Kolosseum zu einer Festung umfunktioniert. Die mächtigen römischen Familien Frangipane und Annibaldi kämpften um die Kontrolle über das Bauwerk.

Das Äußere des Kolosseums erfuhr in dieser Zeit wahrscheinlich bedeutende Veränderungen. Ab dem 17. Jahrhundert erwachte dann das Interesse an dessen Erhaltung. Es wurden Anstrengungen unternommen, die Außenfassade zu sichern und zu stabilisieren, was einen Wendepunkt in der Geschichte des Bauwerks markierte. Heute steht das Monument als Symbol für Roms bleibendes Erbe.

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Interessante Fakten

  • Das Kolosseum war das größte Amphitheater des Römischen Reiches und bot Platz für etwa 50.000 bis 80.000 Zuschauer.
  • Obwohl das Kolosseum heute wie ein einheitlich grauer Stein wirkt, war es einst farbenprächtig bemalt. An der Außenfassade wurden Spuren roter, blauer und grüner Pigmente entdeckt.
  • Der Name „Kolosseum“ soll von der Kolossalstatue Neros stammen, die einst in der Nähe stand.
  • Die Außenwände des Kolosseums bestehen aus Travertin, enthalten aber auch Spolien – recycelte Steine und Marmor aus älteren Bauwerken.

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Häufig gestellte Fragen

1. Warum weist das Kolosseum unterschiedliche architektonische Stile an seinen Bögen auf?

2. Was geschah mit der Außenseite des Kolosseums?

3. Wie heißen die einzelnen Teile des Kolosseums?

4. Welche Farbe hat die Außenseite des Kolosseums?

5. Aus welchem Material besteht die Außenfassade des Kolosseums?

Titelbild: David Libeert auf Unsplash