
Was es im Mailänder Dom zu sehen gibt
Apurva Sinha
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Mark Twain nannte den Mailänder Dom „eine in Stein gemeißelte Hymne“.
Der Mailänder Dom, erbaut von 78 verschiedenen Architekten über einen Zeitraum von 600 Jahren, vereint romanische, Renaissance- und gotische Stilelemente. Dies zeigt sich besonders in seiner imposanten, massiven Backsteinarchitektur mit hohen Säulen, Bögen, kunstvollen Altären und Statuen. Im Inneren des Doms gibt es unzählige faszinierende Dinge zu entdecken, sei es das Museum, die archäologische Stätte oder die prachtvollen Räume.
Wenn Sie sich fragen, was Sie im Inneren des Mailänder Doms sehen sollten, lesen Sie weiter und erfahren Sie alles, was Sie in der Kathedrale sehen sollten.
Gotische Architektur

Der Mailänder Dom, die Hauptkirche Mailands, ist die größte Kirche Italiens und ein Meisterwerk der Gotik. Mit seiner prachtvollen Statuensammlung, die Dom, Dach und Baptisterium schmückt, ist der Mailänder Dom ein absolutes Muss bei jedem Mailand-Besuch. Bewundern Sie dort Fialen, Strebebögen, Buntglasfenster und achteckige Renaissance-Kuppeln. Darüber hinaus besticht das Bauwerk durch Türen aus dem 17. Jahrhundert, einen Turmhelm aus dem 18. Jahrhundert und eine neoklassizistische Fassade. Der Dom ist bemerkenswert für seinen Kontrast zwischen neugotischer Flamboyantarchitektur, Neugotik und Romantik und präsentiert die Werke zahlreicher Künstlergenerationen.
Hauptschiff

Beim Betreten des Doms empfängt Sie das majestätische Mittelschiff. Der Raum ist gewaltig und erstreckt sich mit seinen hohen, schlanken Säulen und der hohen Decke vor Ihnen. Bewundern Sie das kaleidoskopartige Spiel des Sonnenlichts, das durch die Buntglasfenster auf den Marmorboden fällt. Lassen Sie Ihren Blick über die architektonischen Wunder schweifen und genießen Sie die friedvolle Atmosphäre.
Hochaltar

Der Hochaltar im Herzen des Mailänder Doms ist ein Ort von großer Bedeutung und tiefer Verehrung. Er bildet den Mittelpunkt des Doms und gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben muss. Der mit kostbaren Metallen und fein gearbeiteten Skulpturen verzierte Altar ist Schauplatz religiöser Rituale und Zeremonien. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die andächtigen Gebete zu betrachten und Trost in der Stille dieses heiligen Ortes zu finden. Die ehrfürchtige Atmosphäre zeugt von der spirituellen Bedeutung des Doms.
Kapellen

Die Musikkapelle, eine der ältesten Kulturstätten Mailands, beherbergt einen Chor, dessen Geschichte bis ins Jahr 1402 zurückreicht. Er besteht aus einem Kinderchor, einem Musikdirektor, einem stellvertretenden Musikdirektor und einem Organisten, die im runden Pfarrsaal Platz nehmen. In der Musikkapelle wirkten bereits Meister wie Vincenzo Ruffo und Giulio Cesare. Auch Johann Christian, der Sohn Johann Sebastian Bachs, spielte einst die Orgel. Selbstverständlich ist dieser hochbegabte Chor jeden Sonntag um 23 Uhr bei der Feier der Eucharistie zu hören.
Buntglasfenster

Die unglaubliche Vielfalt an Buntglasfenstern des Doms ist eines seiner markantesten Merkmale im Inneren. Die Kunstwerke dieser Fenster zeigen historische Ereignisse, biblische Motive und religiöse Symbolik. Jedes Fenster ist eine Hommage an die Schönheit der Religion und die Kunstfertigkeit großer Handwerker.
Sonnenuhr
Beim Betreten der Kathedrale durch die Fassadentüren im südlichen Seitenschiff erstreckt sich ein weißer Streifen über die gesamte Breite, in dessen Mitte sich eine Messinglinie befindet. Die 1786 erbaute Sonnenuhr trifft mit einem feinen Lichtstrahl, der durch eine in die Decke eingelassene Öffnung fällt, auf eine Metalllinie, die den Sonnenhöchststand markiert. Zu beiden Seiten der Messinglinie zeigen kleine weiße Tafeln mit Tierkreiszeichen die Jahreszeiten an.
Die Orgel

Die Orgel im Mailänder Dom wird bereits seit dem 14. Jahrhundert erwähnt. Die erste Orgel, die der Mönch Martino de Stremidi innerhalb von zwei Jahren baute, war so groß, dass zwei Männer ein riesiges Orgelrad bedienen mussten. Im Zuge einer architektonischen Umgestaltung der Kirche wurde der Altar beidseitig des Hochaltars im Presbyterium aufgestellt. Er ist aufwendig gestaltet, mit kunstvollen Schnitzereien und Pfeifenverkleidungen. Die Orgel wurde mehrfach renoviert, bevor sie elektronisch betrieben wurde.
Statuen und Skulpturen:

Der Mailänder Dom ist das Gebäude mit den meisten Statuen und Wasserspeiern. Er beherbergt über 3.400 Statuen, 135 Wasserspeier und 700 Figuren. Sie sind an der Außen- und Innenfassade, den Türmen und Balkonen verteilt. Hier ein kurzer Überblick über die zwei berühmtesten Statuen im Mailänder Dom.
Heiliger Bartholomäus
Die Figur des gehäuteten Heiligen Bartholomäus, die angeblich 1562 fertiggestellt wurde, befindet sich links vom Altar. Sie ist für ihre düstere Gestaltung bekannt und eine der markantesten Statuen der Kathedrale. Die fast lebensgroße Statue zeigt den Heiligen Bartholomäus, dessen Haut grausam abgezogen wurde, sodass seine nackten Muskeln und sein Fleisch sichtbar sind. Seine Haut, nicht etwa ein Gewand, ist um seine Schulter gewickelt. Der Überlieferung nach wurde der Heilige Bartholomäus lebendig gekreuzigt, als er Jesus folgte.
Madonnia
Die Madonnina, ein berühmtes und ikonisches Wahrzeichen des Mailänder Doms, soll über Mailand wachen und die Stadt beschützen! Die Statue der Jungfrau Maria thront auf dem Mailänder Dom und ist 4,16 Meter hoch. Sie gilt als Leuchtfeuer, das über die Stadt wacht und als Beschützerin und Beschützerin aller ihrer Bewohner fungiert. Die Figur verkörpert Reinheit und Anmut und hält eine Lilie mit einer Krone.
Krypten und archäologisches Gebiet

Die archäologische Stätte des Mailänder Doms befindet sich unterhalb der Kathedrale. Der Mailänder Dom wurde auf den Grundmauern einer älteren Kirche – der Basilika Santa Tecla –, des Baptisteriums San Giovanni und eines alten Friedhofs errichtet. Diese alte Kirche stammt aus dem frühen 4. Jahrhundert. Das Baptisterium wurde vermutlich 387 erbaut und 1394 zerstört. Erstaunlicherweise wurden die Marmorreste und die zerfallenen Schichten des Gebäudes erst bei Ausgrabungen im Jahr 1961 entdeckt. Heute können Besucher unter den Dom hinabsteigen und die Überreste der alten Basilika besichtigen.
Dommuseum
Das Dommuseum bewahrt und präsentiert eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Skulpturen und historischen Objekten und dient als Tor zur Mailänder Kulturgeschichte.
Das Museum wurde 1891 gegründet und beherbergt mehrere bekannte Kunstwerke, darunter:
- Der Trivulzio-Kerzenleuchter von Nanni di Bartolo
- Der heilige Bartholomäus, gehäutet von Marco d'Agrate
- Der heilige Johannes der Täufer von Donatello
- Die Madonna mit der Vitrine von Giovanni di Balduccio
- Der silberne Altar des Heiligen Ambrosius
Neben seiner ständigen Sammlung bietet das Dommuseum Multimedia-Projekte und interaktive Ausstellungen.
Häufig gestellte Fragen
1. Was befindet sich im Mailänder Dom?
Der Mailänder Dom beherbergt das Mittelschiff, den Hochaltar, prächtige Glasfenster, Skulpturen, die Krypta, eine archäologische Stätte und Kunstschätze. Von der Kathedrale aus gelangt man auf die Dachterrassen, die einen weiten Blick über Mailand bieten. Außerdem werden dort religiöse Gegenstände und exquisite Kunstwerke aufbewahrt.
2. Lohnt sich ein Besuch des Mailänder Doms?
Ein Besuch des Mailänder Doms ist das Geld und die Mühe absolut wert!
3. Ist der Eintritt in den Mailänder Dom kostenlos?
Ja, Gläubige haben freien Eintritt in den Mailänder Dom. Für den Zugang zu den einzelnen Räumen im Mailänder Dom ist jedoch eine zusätzliche Gebühr zu entrichten.
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