Church of San Gottardo

Kirche San Gottardo

A

Apurva Sinha

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Die Kirche San Gottardo ist ein verborgenes Juwel der Mailänder Architektur und ein Zeugnis des reichen religiösen und künstlerischen Erbes der Stadt. Die im 14. Jahrhundert als Teil des Herzogspalastes erbaute gotische Kirche ist berühmt für ihren markanten achteckigen Glockenturm und die kunstvollen Fresken. Trotz ihrer relativ geringen Größe ist San Gottardo von großer historischer Bedeutung. Sie diente der Familie Visconti, der damaligen Herrscherdynastie Mailands, als Kapelle.

Geschichte

Kirche San Gottardo
Bild: Abebooks.com

Die Kapelle wurde bei ihrer Errichtung im Jahr 1336 nach dem Heiligen Gotthard benannt. Sie wurde von Azzone Visconti als Kapelle für den herzoglichen Hof erbaut, und der Legende nach war Francesco Pecorari, ein Architekt aus Cremones, für den Bau verantwortlich.

Die Kirche war ursprünglich der Jungfrau Maria geweiht, wurde später aber zu Ehren des Heiligen Gotthard, der Gicht heilende Wirkung hatte, nach ihm umbenannt. 2014 renovierte die Venerando Fabbrica del Duomo die Kirche San Gottardo, die einst die Kapelle des Palazzo Reale war. Die Kirche besteht aus einem rechteckigen Saal mit drei Abteilungen und einer achteckigen Apsis am Ende.

Innenraum der Kirche

Innere
Bild: Wikimedia.org

Der Innenraum wurde in der neoklassizistischen Ära vollständig renoviert und umgestaltet. Er beherbergt ein Fragment eines ehemals außenliegenden Freskos, das die Kreuzigung Christi darstellt und Mitte des 14. Jahrhunderts von einem Schüler Giottos gemalt wurde. Außerdem befinden sich dort ein Gemälde von Cerano, das den Heiligen Karl in seiner Herrlichkeit zeigt, und ein Gemälde von Giovanni di Balduccio, das das Grab von Azzone Visconti darstellt.

Kreuzigung

Das Fresko mit dem Kreuzigungsmotiv ist auch in der Giotto-Schule zu sehen. Es wurde vermutlich dort angebracht, um einen Speisesaal zu schmücken, der sich zuvor unter dem Glockenturm und außerhalb der Kirche San Gottardo befand. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Fresko in den Dom verlegt. Über dem Eingang wurde eine Galerie errichtet, die mit dem Palazzo Reale verbunden ist.

Beerdigung von Azzone Visconti

An einer Seite des Altars befindet sich eine Marmortafel, die Azzone Visconti gewidmet ist. Dieses Marmordenkmal wurde zwischen 1340 und 1344 von Giovanni di Balduccio geschaffen.

Skulptur eines Sarkophags

Neben anderen Darstellungen der von der Familie Visconti beherrschten Städte zeigt die Sarkophagskulptur Azzone in liegender Position. Im Zentrum der Skulptur steht der Heilige Ambrosius.

Gemälde

Die Mailänder Kirche San Gottardo beherbergt zahlreiche Gemälde an ihren Seitenaltären. Zu ihnen gehören Martin Knollers Ölgemälde „Der heilige Gotthard“ aus dem Jahr 1779 und Giuliano Traballesis „Mariä Himmelfahrt“.

Titelbild: Pawlowachruschew

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